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Boardaholic
Ski & Snowboard

Snowboard-Arten: All-Mountain, Freestyle, Freeride, Split

Ein Snowboard für alles gibt es nicht – aber eines, das fast alles kann. Wer weiß, wo er fahren will, findet schnell die passende Kategorie und das passende Profil.

Aktualisiert am 26.09.20263 Min. LesezeitLevel: alle

Snowboarder fährt im Tiefschnee einen Hang hinunter
Foto: Douglas Cumming, CC0, via Wikimedia Commons

All-Mountain

Der Allrounder für Piste, etwas Park und etwas Pulverschnee. All-Mountain-Boards sind mittelsteif und oft leicht richtungsorientiert (directional), das heißt, die Nase ist etwas länger als das Heck. Für die meisten Fahrer ist das die richtige Wahl.

Freestyle

Kürzer, weicher und symmetrisch (Twin Tip): Nase und Heck sind gleich geformt. Du kannst vorwärts und rückwärts („switch“) gleich gut fahren. Freestyle-Boards sind für den Snowpark gemacht – Kicker, Rails, Boxen – und verzeihen Fehler bei der Landung.

Freeride

Länger und steifer, mit deutlich richtungsorientierter Form und oft zurückversetzter Bindung. Die breite, aufgebogene Nase schwimmt im Tiefschnee auf. Auf harter Piste sind Freeride-Boards weniger verspielt, dafür bei Tempo stabil.

Splitboard

Ein Snowboard, das sich der Länge nach in zwei Hälften teilen lässt. Mit Fellen auf der Unterseite steigst du damit wie auf Tourenski auf, oben setzt du es wieder zusammen und fährst ab. Splitboarden ist Skitourengehen auf dem Snowboard – mit allen Anforderungen an Lawinenkunde und Ausrüstung.

KategorieFormFlexRevier
All-Mountainleicht directionalmittelPiste, etwas Gelände
FreestyleTwin TipweichPark, Piste
FreeridedirectionalsteifTiefschnee, Gelände
Splitboarddirectionalmittel bis steifTouren im Gelände

Die Profile

Snowboard-Profile in der Seitenansicht: Camber, Rocker und HybridCamberSpannung, KantengriffRockerverzeiht Fehler, schwimmt aufHybridMischung aus beidem
Das Profil beschreibt, wie das Board ohne Last auf dem Boden liegt.
  • Camber: Die Mitte ist nach oben gewölbt. Das Board steht unter Spannung, greift präzise auf der Kante und gibt Energie in Kurven. Anspruchsvoll, weil Kantenfehler bestraft werden.
  • Rocker: Die Mitte liegt auf, die Enden sind aufgebogen. Verzeiht Fehler, schwimmt im Pulver, dreht leicht. Auf Eis weniger Halt.
  • Hybrid: Kombinationen aus Camber und Rocker. Heute die häufigste Bauweise, weil sie Vorteile verbindet.

Pro-TippFür den Einstieg ist ein Hybrid- oder Rocker-Board mit weichem bis mittlerem Flex am angenehmsten. Du verkantest seltener und hast schneller Erfolgserlebnisse.

Weiter

Welche Länge und Breite passen, steht in Snowboard-Größe. Und wer noch überlegt: Ski oder Snowboard?.

Die Bindung

Snowboardbindungen gibt es mit Riemen (Strap-in) oder als Schnellsysteme mit Rückeneinstieg. Strap-in-Bindungen sind am verbreitetsten. Die Härte der Bindung sollte zum Board passen: weiche Bindungen für Freestyle, steifere für Freeride und schnelle Fahrten. Wichtig ist, dass Boots und Bindung gut zusammenpassen.

Boots

Snowboard-Boots sind der wichtigste Teil der Ausrüstung. Sie sollten eng sitzen, ohne zu drücken, und die Ferse sicher halten. Weiche Boots sind bequem und verzeihend, harte geben mehr Kontrolle. Beim Kauf lohnt sich eine Beratung im Fachgeschäft.

Pflege

Kanten schärfen und Belag wachsen halten das Board schnell und kontrollierbar. Vor der Saison ein Service im Fachgeschäft, während der Saison gelegentlich selbst wachsen. Rost an den Kanten nach dem Urlaub abwischen und das Board trocken lagern.

Häufige Fragen

Welches Snowboard für Anfänger?

Ein All-Mountain-Board mit Hybrid- oder Rocker-Profil und weichem bis mittlerem Flex, in der passenden Länge und Breite.

Zum Weiterlesen: Snowboard (Wikipedia)