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Boardaholic
Skateboard

Skateboard lernen: von den ersten Metern zum Ollie

Skaten lernt man nicht an einem Nachmittag, aber die ersten Erfolge kommen schnell. Wer die Grundlagen sauber lernt – und vor allem das Fallen –, hat mehr Spaß und weniger Schürfwunden.

Aktualisiert am 26.09.20264 Min. LesezeitLevel: Einsteiger

Skater springt in einem Skatepark in Brüssel von einer Kante
Der erste Ollie ist für viele der Moment, in dem Skaten richtig anfängt. · Foto: Trougnouf, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

1. Regular oder goofy?

Regular- und Goofy-Stand auf dem BrettRegularlinker Fuß vornGoofyrechter Fuß vornrot = vorderer Fuß, Fahrtrichtung →
Die Standposition gilt auf allen Brettern – auf Skateboard, Surfboard und Snowboard.

Zuerst musst du herausfinden, welcher Fuß vorne steht. Regular heißt linker Fuß vorn, goofy rechter Fuß vorn. Ein Test: Lass dich von hinten leicht anschubsen – der Fuß, mit dem du dich abfängst, ist meist dein vorderer.

2. Stehen und Balance

Stell das Board auf Rasen oder Teppich, damit es nicht wegrollt. Füße über die Schrauben der Achsen, Knie leicht gebeugt, Schultern in Fahrtrichtung. Wippe ein wenig, verlagere das Gewicht auf Zehen und Fersen – so merkst du, wie das Board lenkt.

3. Pushen

  1. Vorderer Fuß steht über den vorderen Schrauben, leicht schräg.
  2. Mit dem hinteren Fuß neben dem Board abstoßen.
  3. Hinteren Fuß aufs Tail setzen, vorderen Fuß quer drehen.
  4. Rollen lassen, dann wiederholen.

Pushe immer mit dem hinteren Fuß. „Mongo-Pushen“ mit dem vorderen Fuß funktioniert, ist aber instabiler.

4. Lenken

Druck auf die Zehen lenkt in die eine, Druck auf die Fersen in die andere Richtung. Für engere Kurven entlastest du die Vorderachse kurz, indem du aufs Tail drückst („Kickturn“).

5. Bremsen

  • Fußbremse: Hinteren Fuß vom Board nehmen und flach auf dem Boden schleifen lassen.
  • Tail-Drag: Das Tail auf den Boden drücken. Kostet Schuhsohle und Tail.
  • Abspringen: Im Notfall bei niedrigem Tempo nach vorn abspringen und auslaufen.

6. Fallen lernen

Fallen gehört dazu. Ziel ist, den Sturz zu verteilen, statt ihn mit ausgestreckten Armen abzufangen:

  • Tief gehen, bevor du fällst
  • Auf die Seite oder Schulter abrollen
  • Handgelenke nicht steif ausstrecken – Handgelenkschoner helfen

AchtungHandgelenksbrüche sind die häufigste Verletzung beim Skaten. Gerade am Anfang lohnen sich Schoner und ein Helm, besonders für Kinder.

7. Der Ollie

Der Ollie ist die Grundlage fast aller Street-Tricks: Das Board springt ohne Hände mit dir in die Luft.

  1. Hinterer Fußballen auf das Tail, vorderer Fuß in der Mitte.
  2. In die Knie gehen.
  3. Tail kräftig auf den Boden schlagen („Pop“).
  4. Gleichzeitig hochspringen und den vorderen Fuß seitlich nach vorn ziehen – die Schuhsohle schleift über das Griptape.
  5. Knie anziehen, Board „fangen“, mit gebeugten Knien landen.

Übe den Ollie erst im Stand auf Rasen, dann langsam rollend.

Wo üben?

Glatter Asphalt ohne Verkehr ist ideal: leere Parkplätze, Schulhöfe am Wochenende. Später wartet der Skatepark – mit eigenen Regeln, siehe Skatepark: Regeln und Schutzausrüstung.

Die nächsten Tricks

Nach dem Ollie lernen viele den Kickturn auf der Rampe, den Manual (Balance auf den hinteren Rollen) und den Pop Shove-it (das Board dreht sich unter dir um 180 Grad). Danach kommen Flip-Tricks wie der Kickflip. Wichtig: Jeder Trick braucht viele Wiederholungen. Filme dich ab und zu, um Fehler zu erkennen.

Üben mit Kindern

Kinder lernen spielerisch und schnell, brauchen aber klare Grenzen: Helm und Schoner, kein Straßenverkehr, anfangs flache Flächen. Viele Städte haben Skateboard-Kurse für Kinder, oft in Skatehallen oder über Jugendzentren.

Wetter

Nasser Asphalt ist rutschig und schadet Lagern und Deck. Nach Regen lieber warten oder in eine Halle ausweichen. Im Winter bieten Skatehallen eine gute Möglichkeit, weiter zu fahren.

Häufige Fragen

Bin ich zu alt, um Skaten zu lernen?

Nein. Erwachsene lernen etwas vorsichtiger, oft aber strukturierter. Mit Schutzausrüstung und Geduld ist Skaten in jedem Alter möglich.