
Die Region
Rotorua liegt im Zentrum der Nordinsel am Südufer des gleichnamigen Sees. Die Stadt ist von über einem Dutzend Seen umgeben, die meisten vulkanischen Ursprungs. Dampfende Erdspalten, heiße Quellen und Geysire prägen das Bild – ebenso wie die Kultur der Māori, die in der Region seit Jahrhunderten zu Hause sind.
Die Seen
- Lake Rotorua: der große Haussee der Stadt. Bei Wind kann er kabbelig werden, an ruhigen Tagen lädt er zu Uferfahrten ein.
- Blue Lake (Tikitapu) und Green Lake (Rotokakahi): zwei Seen nebeneinander mit unterschiedlicher Farbe. Der Green Lake ist für die Māori heilig und darf nicht befahren werden – der Blue Lake ist ein beliebter Bade- und Paddelsee.
- Lake Okareka: kleiner, ruhiger See mit geschützten Buchten.
- Lake Rotoiti: groß, mit vielen Buchten und heißen Quellen am Ufer, teils nur vom Wasser aus erreichbar.
AchtungDie Regeln für einzelne Seen können sich ändern und haben oft kulturelle Gründe. Vor Ort bei der Touristeninformation oder den Verleihern nachfragen, welche Gewässer befahren werden dürfen.
Flüsse
Der Kaituna River, der aus dem Lake Rotoiti fließt, ist für Wildwasser bekannt – mit einem der höchsten kommerziell befahrenen Wasserfälle. Für Stand Up Paddler ist er nur in ruhigen Abschnitten und mit Führung eine Option. Ruhigere Flussabschnitte und Kanäle zwischen Seen eignen sich besser für entspannte Touren.
Beste Reisezeit
Die Paddelsaison liegt im Südsommer, also von etwa Oktober bis April. Die Wassertemperaturen sind in den Sommermonaten angenehm, die Tage lang. Im Winter ist es kühl und oft nass.
Anreise und Ausrüstung
Wer ein aufblasbares Board mitnimmt, muss es in der Regel nicht als Sperrgepäck aufgeben – Gewicht und Größe vorher mit der Airline klären. Vor Ort gibt es Verleiher und geführte Touren. Neuseeland hat strenge Biosicherheitsregeln: Wassersportausrüstung muss sauber und trocken eingeführt werden, um keine fremden Organismen einzuschleppen.
Pro-TippReinige Board, Finnen und Leash vor dem Flug gründlich und lass alles trocknen. Das ist in Neuseeland nicht nur höflich, sondern Pflicht – und gilt auch zwischen verschiedenen Seen vor Ort.
Planung
Wind kann auf den großen Seen schnell auffrischen. Plane Touren am Morgen und bleib in Ufernähe. Die allgemeinen Regeln zur Tourenplanung stehen in Stand Up Paddle Touren.
Kultur und Respekt
Viele Seen und Flüsse der Region haben für die Māori eine besondere Bedeutung. Manche Orte sind tapu, also heilig, und dürfen nicht betreten oder befahren werden. Respekt vor diesen Regeln ist selbstverständlich. Geführte Touren mit lokalen Anbietern vermitteln oft nicht nur die besten Paddelspots, sondern auch Hintergründe zu Geschichte und Kultur.
Rund um Rotorua
Die Region bietet mehr als Seen: Thermalgebiete mit Geysiren und Schlammtümpeln, Wälder mit Mammutbäumen, Mountainbike-Strecken. Wer ein paar Tage einplant, kann Paddeln gut mit anderen Aktivitäten kombinieren. Die Küste der Bay of Plenty liegt nicht weit entfernt – dort gibt es Strände mit Wellen für Surfer und SUP-Surfer.
Praktische Tipps
- Sonnenschutz ernst nehmen: Die UV-Strahlung in Neuseeland ist hoch.
- Wetter ändert sich schnell – immer eine Jacke dabeihaben.
- Auf manchen Seen gibt es Motorboote und Wasserskifahrer; in Ufernähe bleiben.
- Biosicherheit: Ausrüstung zwischen verschiedenen Gewässern reinigen und trocknen.
Häufige Fragen
Kann man in den heißen Quellen mit dem SUP paddeln?
Einige Quellen am Seeufer sind vom Wasser aus erreichbar. Das Wasser dort kann sehr heiß sein – vorsichtig sein und lokale Hinweise beachten.
Zum Weiterlesen: Rotorua (Wikipedia)
