Die Grundhaltung
- Füße parallel, hüftbreit, mittig über dem Tragegriff
- Knie leicht gebeugt, nie durchgedrückt
- Oberkörper aufrecht, Blick nach vorn zum Horizont
- Gewicht auf den ganzen Fuß verteilt
Der Griff
Die obere Hand liegt auf dem Griff, die untere umfasst den Schaft etwa eine Unterarmlänge tiefer. Paddelst du rechts, ist die linke Hand oben – und umgekehrt. Wechselst du die Seite, wechseln auch die Hände. Das Blatt ist mit seiner Neigung nach vorn gerichtet.
Der Paddelzug in drei Phasen
- Einstechen: Beug dich leicht nach vorn und setze das Blatt weit vorn ins Wasser, so tief, dass es ganz eintaucht.
- Durchziehen: Zieh dich am Paddel nach vorn – die Kraft kommt aus Rumpf und Hüfte, nicht aus den Armen. Das Paddel bleibt möglichst senkrecht.
- Ausheben: Auf Höhe deiner Füße ist Schluss. Heb das Blatt seitlich heraus und führ es locker wieder nach vorn.
Ziehst du über die Füße hinaus nach hinten, bremst du das Board eher und bringst es zum Drehen.
Pro-TippStell dir vor, du steckst das Paddel ins Wasser und ziehst das Board daran vorbei – nicht das Paddel durchs Wasser. Dieser Perspektivwechsel verbessert bei vielen sofort die Technik.
Geradeaus fahren
Nach drei bis fünf Zügen auf einer Seite wechselst du die Seite. Je näher am Board du paddelst und je senkrechter das Paddel steht, desto länger bleibt das Board in der Spur. Fortgeschrittene korrigieren den Kurs mit einem leichten „J“ am Ende des Zuges, statt die Seite zu wechseln.
Kurven fahren
- Bogenschlag: Das Paddel in einem weiten Halbkreis vom Bug zum Heck führen. Das Board dreht zur Gegenseite.
- Rückwärtszug: Auf einer Seite rückwärts paddeln – das Board dreht auf der Stelle.
- Pivot Turn: Ein Schritt zurück in die Surfstellung, die Nase hebt sich, ein Bogenschlag dreht das Board fast auf der Stelle. Für Fortgeschrittene.
Die häufigsten Fehler
| Fehler | Folge | Besser |
|---|---|---|
| Arme ziehen, Rumpf steif | schnelle Ermüdung | Kraft aus der Hüfte |
| Paddel zu weit hinten | Board dreht, bremst | Zug endet an den Füßen |
| Blick auf die Füße | Wackeln | Blick zum Horizont |
| Paddel falsch herum | Kraftverlust | Neigung nach vorn |
| Durchgedrückte Knie | kein Ausgleich | Knie leicht gebeugt |
Üben mit System
Die meisten Fortschritte machst du, wenn du dir pro Ausfahrt einen Punkt vornimmst: einmal nur den Einstich, einmal nur die Rumpfrotation. Wer strukturiert trainieren will, findet Anregungen im SUP-Trainingsplan. Welches Paddel dazu passt, erklärt SUP-Paddel.
Technik bei Wind
Gegenwind verändert die Technik. Geh tiefer in die Knie, verkürze den Griff am Schaft und mach kürzere, schnellere Züge. Wechsle die Seite häufiger, wenn der Wind das Board seitlich drückt. Bei starkem Gegenwind ist kniend paddeln effektiver: weniger Angriffsfläche, mehr Kontrolle. Kommt der Wind von der Seite, paddelst du vermehrt auf der windzugewandten Seite, um das Board auf Kurs zu halten.
Rückenwind nutzen
Mit dem Wind im Rücken kannst du dich aufrichten und mehr Fläche bieten. Das Board läuft fast von allein. Achte aber darauf, dass du nicht zu weit treibst – der Rückweg ist dann Gegenwind. Mehr dazu in SUP-Sicherheit.
Übungen für die Balance
- Blick wandern lassen: Schau zur Seite, nach hinten, nach oben – ohne zu wackeln.
- Füße versetzen: Stell dich kurz in Surfstellung und zurück.
- Langsam paddeln: Je langsamer, desto mehr Balance braucht es.
- Auf einem Bein: kurz, in Ufernähe.
Balance entsteht nicht durch Anspannung, sondern durch lockere Knie und einen ruhigen Oberkörper.
Häufige Fragen
Wie oft soll ich die Seite wechseln?
Anfangs alle drei bis fünf Züge. Mit besserer Technik werden es mehr, weil das Board länger in der Spur bleibt.
