Die richtige Länge
Als Faustregel gilt: Körpergröße plus 15 bis 25 cm. Stellst du das Paddel senkrecht neben dich, sollte der Griff etwa auf Höhe deines Handgelenks liegen, wenn du den Arm über den Kopf streckst. Je nach Einsatz verschiebt sich die Länge:
| Einsatz | Länge über Körpergröße |
|---|---|
| Allround, Touring | +15 bis +25 cm |
| Race | +20 bis +30 cm |
| Wave | +10 bis +20 cm |
| Wildwasser, kniend | +10 bis +15 cm |
Material: Gewicht und Steifigkeit
- Aluminium: robust, günstig, schwer (oft um 900 g und mehr). Gut für den Anfang und den Verleih.
- Glasfaser: leichter, angenehm flexibel, schont die Gelenke. Ein guter Mittelweg.
- Carbon: sehr leicht (oft unter 700 g), steif, direkte Kraftübertragung. Teuer, aber auf langen Touren spürbar.
- Mischungen: Schaft aus Carbon, Blatt aus Kunststoff oder Glasfaser – viele Allround-Paddel sind so gebaut.
Leichtere Paddel sind vor allem bei langen Ausfahrten ein Gewinn. Bei tausend Zügen pro halbe Stunde merkst du jedes Gramm in Schultern und Unterarmen.
Die Blattgröße
Ein großes Blatt greift mehr Wasser, verlangt aber mehr Kraft. Kleinere Blätter erlauben eine höhere Schlagfrequenz und sind gelenkschonender. Für Freizeitpaddler und leichtere Menschen ist ein mittleres bis kleines Blatt oft die bessere Wahl, auch wenn größere Blätter auf den ersten Blick „mehr bringen“.
Ein-, zwei- oder dreiteilig?
Einteilige Paddel sind am steifsten und leichtesten, aber unpraktisch beim Transport und nicht verstellbar. Zweiteilige Paddel mit Längenverstellung sind ein guter Kompromiss. Dreiteilige Paddel passen in den Board-Rucksack – ideal für Reisen mit dem aufblasbaren Board.
Pro-TippDas Blatt eines SUP-Paddels ist nach vorn geneigt. Die Neigung zeigt beim Paddeln von dir weg in Fahrtrichtung. Viele Einsteiger halten es falsch herum – das kostet Kraft und bringt das Board zum Wackeln.
Der Griff
T-Griffe sind am weitesten verbreitet. Ergonomische Griffe mit abgerundeter Form verteilen den Druck besser in der Handfläche. Wichtig ist, dass der Griff fest sitzt und sich nicht dreht.
Pflege
Nach Salzwasser abspülen, besonders an den Verstellmechanismen. Klemmsysteme ab und zu zerlegen und von Sand befreien. Ein verklemmtes Paddel am Strand ist ärgerlich und passiert meist wegen Sandkörnern im Schaft.
Weiterlesen
Wie du das Paddel richtig einsetzt, steht im Beitrag SUP-Technik. Für schnelle Boards und Training lohnt sich der Blick in Race SUP.
Das Paddel richtig einstellen
Bei verstellbaren Paddeln stellst du die Länge vor jeder Ausfahrt neu ein, wenn mehrere Personen das Paddel nutzen. Viele Schäfte haben eine Skala in Zentimetern. Zieh den Klemmhebel fest, aber nicht mit Gewalt – bei Kälte und Sand kann er sonst brechen. Das Blatt richtest du so aus, dass es in einer Linie mit dem Griff steht und die Neigung nach vorn zeigt.
Ein Paddel für alle?
In Familien teilen sich oft mehrere Personen ein Paddel. Das funktioniert mit einem verstellbaren Modell gut, solange die Größenunterschiede nicht zu groß sind. Kinder brauchen aber ein eigenes, leichteres Paddel mit kleinerem Blatt – siehe SUP für Kinder.
Schwimmt das Paddel?
Die meisten SUP-Paddel schwimmen, weil Schaft und Blatt hohl oder mit Schaum gefüllt sind. Prüf das bei deinem Paddel in flachem Wasser. Ein Paddel, das untergeht, ist bei einem Sturz schnell verloren. Wer sichergehen will, befestigt ein kurzes Band am Board oder hält das Paddel beim Sturz fest.
Häufige Fragen
Kann ich ein Kajakpaddel für das SUP benutzen?
Ein Doppelpaddel ist zu kurz zum Stehen. Viele Set-Paddel lassen sich aber mit einem zweiten Blatt zu einem Kajakpaddel umbauen, wenn du sitzend paddelst.