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Boardaholic
Longboard

Longboard-Arten: Cruiser, Pintail, Drop-Through, Dancer

Longboard ist nicht gleich Longboard. Zwischen dem kurzen Cruiser für den Weg zur Uni und dem Dancer für Schrittfolgen liegen Welten – in der Form wie im Fahrgefühl.

Aktualisiert am 26.09.20263 Min. LesezeitLevel: alle

Longboard-Formen: Cruiser, Pintail, Drop-Through und DancerCruiserca. 76 cmPintailca. 108 cmDrop-Throughca. 100 cmDancerca. 122 cm
Vier klassische Formen. Die Länge ist nur ein Merkmal – wichtig sind auch Achsmontage und Flex.

Cruiser

Kurze Boards zwischen etwa 70 und 90 cm, oft mit Kicktail. Leicht, wendig, gut unter den Arm zu klemmen. Ideal für den Alltag: zur Schule, zur Uni, zum Bäcker. Weiche, große Rollen machen sie komfortabel auf rauem Asphalt.

Pintail

Die klassische Longboard-Form: Die Nase ist rund, das Heck läuft spitz zu wie ein Surfbrett. Pintails sind 100 bis 115 cm lang und laden zum entspannten Carven ein – weiten Kurven wie auf einer Welle. Die spitze Form verhindert, dass die Rollen in engen Kurven das Deck berühren.

Drop-Through

Bei Drop-Through-Boards sind die Achsen durch eine Aussparung im Deck montiert. Das Deck liegt dadurch tiefer, der Schwerpunkt sinkt. Die Folge: mehr Stabilität bei Tempo, leichteres Pushen, weniger Kraftaufwand. Für Einsteiger und Pendler eine sehr gute Wahl.

Drop-Deck und Downhill

Downhill-Boards sind steif, symmetrisch und oft mit abgesenktem Deck (Drop-Deck) gebaut. Sie sind für hohe Geschwindigkeiten und Slides gemacht. Das ist Könnerterrain – mit Helm, Handschuhen und Schutzkleidung.

Dancer

Lange Boards über 120 cm, oft mit Kicktails an beiden Enden. Auf dem Dancer läuft man über das Deck, dreht sich, kreuzt die Füße – ähnlich wie auf einem Longboard-Surfbrett. Das Board ist flexibel und breit.

Vergleich

FormLängeStärkeFür wen
Cruiser70–90 cmwendig, handlichAlltag, Stadt
Pintail100–115 cmCarvenEinsteiger, Genießer
Drop-Through95–105 cmstabil, tiefEinsteiger, Pendler
Downhill90–100 cmTempo, SlidesKönner
Dancer120–150 cmTricks, SchritteFortgeschrittene

Flex

Viele Longboards sind flexibel – das Deck federt unter dir. Flex macht Carven weich und angenehm, bei hohem Tempo aber unruhig. Steife Boards sind für Geschwindigkeit, flexible für Genuss. Hersteller geben den Flex oft nach Gewichtsklassen an.

Pro-TippAchte bei flexiblen Boards auf die Gewichtsangabe. Ein Board für 50 bis 70 kg biegt sich unter einem 95-kg-Fahrer zu stark durch.

Welches Board für den Einstieg?

Ein Drop-Through um 100 cm oder ein Pintail ist für die meisten der beste Start. Beide fahren sich ruhig, verzeihen Fehler und machen sofort Spaß. Welche Achsen und Rollen dazu passen, erklärt Longboard-Achsen und Rollen. Den Unterschied zum klassischen Skateboard: Longboard oder Skateboard?.

Material der Decks

Longboard-Decks bestehen aus Ahorn, Bambus, Glasfaser, Carbon oder Kombinationen daraus. Ahorn ist robust und etwas steifer, Bambus leicht und flexibel. Glasfaser- und Carbonschichten machen ein Deck steifer oder erlauben einen gezielten Flex bei weniger Gewicht. Für Einsteiger ist ein klassisches Ahorn- oder Bambusdeck völlig ausreichend.

Concave und Grip

Wie beim Skateboard beschreibt das Concave die Wölbung des Decks. Mehr Concave gibt Halt bei Tempo und Slides, flaches Concave ist bequem beim Cruisen. Griptape ist Standard; manche Dancer-Boards haben weniger raues Grip, damit man sich leichter drehen kann.

Board mit Kicktail?

Ein Kicktail – eine Aufbiegung am Heck – hilft beim Wenden auf engem Raum und bei kleinen Tricks. Für Pendler in der Stadt ist das praktisch. Für reines Cruisen auf langen Strecken braucht man es nicht.

Häufige Fragen

Welches Longboard für Anfänger?

Ein Drop-Through- oder Pintail-Board mit 95 bis 105 cm Länge, weichen Rollen und mittlerem Flex.

Zum Weiterlesen: Longboard (Skateboard) (Wikipedia)