
Stand und Balance
Wie beim Skateboard bestimmst du zuerst, ob du regular (links vorn) oder goofy (rechts vorn) fährst. Auf dem Longboard stehen die Füße eher quer zur Fahrtrichtung, schulterbreit, etwa über den Achsen. Knie leicht gebeugt, Blick nach vorn.
Pushen
- Vorderer Fuß steht leicht schräg über der vorderen Achse, Zehen Richtung Nase.
- Mit dem hinteren Fuß kräftig neben dem Board abstoßen.
- Das Standbein bleibt gebeugt – je tiefer, desto stabiler.
- Hinteren Fuß zurück aufs Deck, vorderen quer drehen, rollen.
Auf einem Drop-Through-Board ist das Pushen besonders leicht, weil das Deck tief liegt.
Carven
Carven heißt, in weichen S-Kurven zu fahren. Du verlagerst das Gewicht abwechselnd auf Zehen und Fersen, der Oberkörper führt die Bewegung. Das Carven fühlt sich an wie Surfen – und ist gleichzeitig eine Bremse, weil jede Kurve Tempo kostet.
Bremsen: das Wichtigste
| Technik | Wie | Wann |
|---|---|---|
| Foot Brake | hinteren Fuß flach auf den Boden, Sohle schleifen lassen | Standard, erst lernen |
| Carven | Tempo durch Kurven abbauen | leichte Gefälle |
| Auslaufen | abspringen und rennen | nur bei niedrigem Tempo |
| Slide | Board quer stellen und rutschen | Fortgeschrittene, mit Handschuhen |
AchtungFahr keine Hügel, bevor du die Foot Brake sicher beherrschst. Tempo baut sich auf dem Longboard schneller auf, als man denkt – und ohne Bremstechnik bleibt nur der Sturz.
Die Foot Brake lernen
Auf flacher Strecke bei Schrittgeschwindigkeit üben: Gewicht aufs vordere Bein, hinteren Fuß neben das Board, erst mit der Ferse, dann mit der ganzen Sohle leicht auf den Boden. Nach und nach mehr Druck. Mit der Zeit klappt das auch bei höherem Tempo.
Schutzausrüstung
Helm ist Pflicht, sobald es schneller wird. Handgelenkschoner und Knieschoner verhindern die typischen Verletzungen. Für Slides brauchst du Handschuhe mit Kunststoffpucks. Feste Schuhe mit flacher Sohle – nicht barfuß oder in Flip-Flops.
Wo darf ich fahren?
In Deutschland gelten Skateboards und Longboards im Straßenverkehr als „besondere Fortbewegungsmittel“ und werden rechtlich wie Fußgänger behandelt: Gehweg und Fußgängerzonen, mit Rücksicht und Schrittgeschwindigkeit bei Fußgängern. Auf der Fahrbahn und auf Radwegen dürfen sie grundsätzlich nicht fahren, es sei denn, das ist ausdrücklich erlaubt. Viele Städte haben zudem eigene Regeln für Plätze und Parks.
Üben mit System
Für den Anfang: leerer Parkplatz, glatter Asphalt, kein Gefälle. Dann lange, flache Radwege-Alternativen wie Uferpromenaden (wo erlaubt). Leichte Gefälle erst mit sicherer Bremse. Welches Board sich am besten eignet, erklärt Longboard-Arten.
Fahren in der Gruppe
Mit anderen zu fahren macht Spaß und lehrt schnell. Viele Städte haben Longboard-Gruppen, die sich zu gemeinsamen Ausfahrten treffen. Achtet in der Gruppe auf Abstand, besonders an Gefällen, und fahrt nur so schnell, wie der Langsamste sicher bremsen kann.
Sliden lernen
Slides sind eine Bremstechnik für Fortgeschrittene: Das Board wird quer gestellt und rutscht über den Asphalt. Man beginnt mit Hand-Slides, bei denen eine Hand mit Slide-Handschuh auf dem Boden abgestützt wird. Das lernt man am besten in Workshops mit erfahrenen Fahrern und auf gesperrten Strecken.
Schuhe
Longboarden verbraucht Schuhsohlen – besonders beim Bremsen mit dem Fuß. Flache, robuste Sohlen sind ideal. Manche Fahrer kleben sich für die Foot Brake einen Gummischutz unter die Sohle.
Häufige Fragen
Ist Longboard fahren leichter als Skateboard fahren?
Zum Cruisen ja: Das Longboard ist stabiler und ruhiger. Für Tricks und den Skatepark ist das Skateboard besser geeignet.

