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Wind & Wake

Wakeboarden lernen: Wasserskilift oder Boot?

Wakeboarden ist Snowboarden auf dem Wasser, gezogen von einem Seil. In Deutschland lernen die meisten es an einem Wasserskilift – günstig, gut erreichbar und mit Leuten, die dir beim Start helfen.

Aktualisiert am 26.09.20263 Min. LesezeitLevel: Einsteiger

Wakeboarder fährt an einer Wakeboardanlage in Aarhus
Foto: Ciara Ní Riain, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Lift oder Boot?

Wasserskilifte (Cable Parks) ziehen dich an einem umlaufenden Seil über einen See. Große Anlagen haben mehrere Masten und einen Rundkurs, kleinere 2-Mast-Anlagen fahren hin und her. Lifte sind günstig, man kann stundenweise fahren, und es gibt Obstacles wie Kicker und Rails.

Hinter dem Boot fährst du auf der Heckwelle („Wake“), die du für Sprünge nutzt. Das ist teurer und seltener, aber das klassische Wakeboarden.

KriteriumWasserskiliftBoot
Kostengünstig, stundenweiseteuer
Verfügbarkeitviele Anlagen in DeutschlandBootsbesitzer oder Schule
Zugvon oben, gleichmäßigvon hinten, flach
Sprüngeüber Obstacles und Kickerüber die Heckwelle

Der Start am Lift

  1. Du sitzt am Steg auf der Kante, Board an den Füßen, quer zur Fahrtrichtung.
  2. Die Hantel des Seils vor dir, Arme gestreckt.
  3. Das Seil zieht an – Knie gebeugt lassen, Arme gestreckt, nicht ziehen.
  4. Das Board dreht sich in Fahrtrichtung, du stehst seitlich wie auf dem Snowboard.
  5. Die Hantel an der vorderen Hüfte, Blick nach vorn.

Pro-TippDer häufigste Fehler beim Start: die Arme anwinkeln und am Seil ziehen. Lass dich ziehen, mit gestreckten Armen und tiefen Knien.

Kurven fahren

Am Lift musst du in den Kurven an den Masten mitgehen. Leichtes Gewicht auf die Fersen, Seil ruhig halten und nicht zu früh aus der Kurve herausziehen. Viele Anlagen haben für Einsteiger eine langsamere Geschwindigkeit oder eigene Zeiten.

Die Ausrüstung

  • Wakeboard: Einsteiger fahren meist breitere, weichere Boards mit Rocker.
  • Bindung: fest wie beim Snowboard, im Verleih enthalten.
  • Weste: Prallschutzweste ist an vielen Anlagen Pflicht.
  • Helm: für Obstacles und Sprünge sehr zu empfehlen.
  • Neopren: je nach Temperatur, im Hochsommer genügt oft ein Shorty. Siehe Neoprenanzug.

Die ersten Tricks

Wer sicher fährt, probiert die ersten Sprünge über kleine Kicker oder kleine „Ollies“ auf flachem Wasser. Viele Wakeboarder kommen vom Snowboard – wer das kann, lernt schneller. Wie das Snowboard funktioniert, steht in Snowboard-Arten.

Wakeskate und Kneeboard

Varianten am Lift sind das Wakeskate (ohne Bindung, wie ein Skateboard) und das Kneeboard (kniend). Das Kneeboard ist ein guter Einstieg für Kinder und Menschen, die erst einmal Zug und Kurven spüren wollen.

Bodyarbeit und Haltung

Beim Wakeboarden trägt die Hüfte die Last, nicht die Arme. Halte die Hantel tief und nah an der vorderen Hüfte, bleib in den Knien locker und schau in Fahrtrichtung. Wer zu aufrecht steht, wird vom Seil nach vorn gezogen und fällt. Wer zu weit hinten steht, verliert die Kontrolle.

Muskelkater einplanen

Nach dem ersten Tag am Lift spüren die meisten Unterarme, Rücken und Beine. Das ist normal. Kurze Runden mit Pausen helfen, und am zweiten Tag geht es oft schon leichter, weil die Technik besser wird und weniger Kraft nötig ist.

Wasserski oder Wakeboard?

Die meisten Wasserskilifte bieten beides an. Wasserski ist für manche der leichtere Einstieg, Wakeboard für Snowboarder und Skater oft das natürlichere Gefühl. Beides ist ein guter Weg, das Gefühl für Zug und Geschwindigkeit auf dem Wasser zu entwickeln.

Häufige Fragen

Braucht man Vorkenntnisse fürs Wakeboarden?

Nein. Vorerfahrung auf Snowboard oder Skateboard hilft, ist aber keine Voraussetzung. Die meisten schaffen nach einigen Starts die erste Runde.

Zum Weiterlesen: Wakeboarden (Wikipedia)