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Wind & Wake

Windsurfen lernen: der Klassiker unter den Windsportarten

Windsurfen war der Brettsport der 1980er – und ist bis heute eine der schönsten Arten, sich vom Wind übers Wasser tragen zu lassen. Mit modernem Einsteigermaterial lernt es sich leichter als früher.

Aktualisiert am 26.09.20264 Min. LesezeitLevel: Einsteiger

Windsurf-Schule mit mehreren Anfängern auf dem Wasser
Foto: Windsurf ro, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Kurs ist der beste Start

Viele Wassersportschulen an Seen und Küsten bieten Windsurfkurse an. In Deutschland kannst du einen Grundschein machen, zum Beispiel nach den Standards des Verbands Deutscher Windsurfing- und Wassersportschulen (VDWS). Manche Reviere und Verleiher verlangen einen solchen Nachweis, bevor sie dir Material geben.

Das Material

TeilEinsteiger
Boardbreit, viel Volumen, mit Schwert für Stabilität und Höhe laufen
Segelklein (3–5 m² je nach Gewicht)
Mast, Gabelbaumauf das Segel abgestimmt
Mastfußverbindet Rigg und Board, beweglich
Neoprenje nach Temperatur

Das Rigg – also Segel, Mast und Gabelbaum – ist über den Mastfuß beweglich mit dem Board verbunden. Deshalb kann man es in alle Richtungen neigen und damit steuern.

Die ersten Schritte

  1. Aufholen: Das Segel liegt im Wasser. Mit der Startschot ziehst du es langsam aus dem Wasser – Rücken gerade, Kraft aus den Beinen.
  2. Grundstellung: Das Rigg steht vor dir, die Hände am Mast, das Board quer zum Wind.
  3. Losfahren: Hintere Hand an den Gabelbaum, Segel dicht holen, Board setzt sich in Bewegung.
  4. Steuern: Rigg nach vorn neigen = Board dreht vom Wind weg. Rigg nach hinten = Board dreht in den Wind.
  5. Wenden: Um den Mast herum auf die andere Seite gehen.

Pro-TippAuf dem Windsurfboard steuerst du mit dem Segel, nicht mit den Füßen. Wer das verstanden hat, macht in kurzer Zeit große Fortschritte.

Wenden und Halsen

Die Wende dreht das Board durch den Wind, du gehst vorn um den Mast herum. Die Halse dreht das Board vor dem Wind, das Segel schwingt vorn herum. Die Wende lernt man zuerst, die Halse ist technisch anspruchsvoller – gleitend gefahren gilt sie als Meisterstück.

Sicherheit

  • Keine Fahrten bei ablandigem Wind ohne Erfahrung.
  • In Reichweite der Schule oder des Ufers bleiben.
  • Bei Erschöpfung: Segel abbauen, auf das Board legen und paddeln.

Vom Windsurfen zu anderen Brettern

Wer windsurfen kann, lernt oft schnell Wingfoilen – das Gefühl für den Wind ist dasselbe. Und viele Marken, die heute SUP-Boards bauen, kommen aus dem Windsurfen, etwa Starboard, Fanatic und JP Australia.

Trapez und Fußschlaufen

Wer sicher fährt, nutzt irgendwann ein Trapez: Die Zugkraft des Segels geht über Tampen am Gabelbaum auf die Hüfte, die Arme werden entlastet. Später kommen die Fußschlaufen dazu, mit denen man auch bei Gleitfahrt Halt findet. Diese Schritte lernt man am besten in Aufbaukursen.

Leichtwind und Starkwind

Bei leichtem Wind reicht ein großes Board mit Schwert, um entspannt zu fahren. Bei mehr Wind kommt das Gleiten: Das Board hebt sich teilweise aus dem Wasser und wird deutlich schneller. Gleiten ist das Ziel vieler Windsurfer – und braucht Technik, das richtige Material und passenden Wind.

Windsurfen heute

Windsurfen ist über 40 Jahre alt und hat sich immer wieder verändert: von schweren Brettern der Anfangszeit über kurze Wave-Boards bis zu Foils. Heute nutzen viele Windsurfer auch Foils, um schon bei wenig Wind zu gleiten. Wer von hier aus weiter will, findet in Wingfoil eine verwandte Disziplin.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, Windsurfen zu lernen?

Nach einem Grundkurs von einigen Tagen fahren die meisten bei leichtem Wind hin und zurück. Gleiten im Trapez und in den Schlaufen dauert länger.

Zum Weiterlesen: Windsurfen (Wikipedia)